meutern

Die Zeichen sind nicht mehr zu übersehen: Die Erde schlägt zurück. Rekordhitze im Sommer. Überschwem­mungen im Winter. Gleichzeitig Aus­beutung und Unterdrückung. Rechte Gewalt. Kriege im Namen der Frei­heit, die Millionen ihre Heimat verlassen lassen. Und wieder Rechte Gewalt. Die Zeit ist reif zu meutern – damit es auch in Zukunft eine Zukunft gibt.

 Wir leben in einem Land, in dem es vielen Menschen schlecht geht. Gleichzeitig leben wir auf einem Planeten, auf dem es vielen Menschen noch viel schlechter geht. Wir tragen nicht nur gegenüber diesen Menschen eine Verantwortung, sondern auch gegenüber denen, die noch gar nicht geboren sind. Und gleichzeitig sind wir dabei, diesen Planeten, unsere Erde zu zerstören. Denn der Wohlstand und der Reichtum einiger weniger gründet sich auf der Zerstörung der Erde. Und damit auf der Lebensgrundlage aller und jener noch kommenden.

Unser kapitalistisches Wirtschaftssystem, das auf permanentes Wachstum angewiesen ist, ist ungeeignet, diesen Zerstörungs­prozess zu beenden. Und unsere Eliten scheinen nicht motiviert zu sein, irgend­etwas grundlegendes an unserem System zu ändern. Deswegen ist es unsere Pflicht zu meutern und das Ruder selbst in die Hand zu nehmen. Dabei sollten wir aus der Geschichte lernen und nicht einfach eine Führungselite durch eine andere ersetzen. Wir sollten versuchen durch permanentes Meutern im Kleinen, auch in scheinbar unbedeutenden Handlungen, das Leben Stück für Stück zu verbessern. Weil ein gutes Leben besser ist als ein reiches.

Dies wird für jeden von uns unbequem werden, weil es bedeutet, gewohnten Komfort aufzugeben. Aber wer will sich später von seinen Enkeln fragen lassen, warum er/sie denn nichts unternommen hat?

Die Meuterei lebt davon, dass sie draußen im direkten Miteinander (und Gegeneinander) stattfindet. Meutern ist konkre­tes Handeln. Aber Meuterei muss auch wachsen, sich finden, sich verändern: Meutern muss kommunizieren – in allen Me­dien. Aber die Meuterei hat keine Inter­netseite, auch keinen Facebook-Account, kein Instagram-Account, kein Twitter-Account; denn die Meute ist dezentral.

Bisher ist die Meute bloß ein Rudel. Aber das Rudel wird sich, da ist es sich sicher, mit anderen Rudeln zusammenschließen und zur Meute werden.

Warum meutern?

  1. Weil wir das Leben aller verbessern können.

Der Wohlstand ist nicht nur innerhalb unseres Landes ungleich verteilt. Betrach­tet man die Verteilung global, ist die Ungleichheit noch viel erschreckender. Niemand kann etwas dafür, wo und unter welchen Bedingungen er/sie geboren ist. Jeder sollte die Möglichkeit haben, ein gutes Leben führen zu können, ein Leben in Selbstbestimmung.

  1. Weil wir unser Zuhause retten müssen.

Der Wohlstand der wenigen zerstört unsere Erde, die das Zuhause aller ist – nicht nur derjenigen, die von der Zerstörung profitieren. Die Zerstörung geht vor allem zu Lasten der Ärmsten, die weder von der Zerstörung profitieren, noch für die Zerstörung verantwortlich sind. Aber vor allem sorgt die Zerstörung dafür, dass unsere Erde für kommende Generationen unbewohnbar wird.

  1. Weil die Elite nicht die Interessen der Meute im Sinn hat.

Unsere Regierung, eine Marionette der besitzenden Elite, lässt nicht erkennen, dass sie sich für die Menschen einsetzt. Vielmehr setzt sie sich dafür ein, dass sich an der Verteilung des Wohlstandes und der Zerstörung der Erde nichts ändert. Die Meute muss es selbst in die Hand nehmen. Das Prinzip sollte sein, unser hierar­chisch-elitäres System durch ein System zu ersetzen, in dem sich jeder einbringen kann, in dem jeder angehört und respek­tiert wird.

  1. Weil nur Meckern nichts bringt.

Jeder und jede sind wichtig. Es kommt auf jeden Einzelnen an. Und jede Tat ist wichtig. Jede Handlung kann so ausgeführt werden, dass sie zu einem besseren Mitein­ander führt. Sich dabei nicht so in den Vordergrund spielen und sich selbst nicht so wichtig nehmen, kann im alltäglichen Miteinander schon viel bewegen.

meutern – jetzt!

Denk nach, rede mit!
Werde aktiv!
Für mehr soziale Gleichheit!
Für unser Zuhause: unsere Erde!

Denn wir haben nur das eine Leben.
Denn wir haben nur die eine Erde.

 „Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
Es wär nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt.“
(Die Ärzte)

 

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